Archive for the ‘Allgemein’ Category

Stichworte zum Thema „Probleme des Buch-Austauschs zwischen China und Deutschland“

Sonntag, Juli 20th, 2008

Stichworte

Sonntag, Juli 20th, 2008

probleme-c.pdf

Beitrag zum Thema „Probleme des Buch-Austauschs zwischen China und Deutschland“

Donnerstag, Juli 17th, 2008

Liebe Kolleginnen

Liebe Kollegen
auf Vorschlag vom Herrn Prof. Kautz möchte ich Stichworte meines vorbereiteten Referats und einen Artikel zum Thema „Probleme des Buch-Austauschs zwischen China und Deutschland“ (pdf, chinesisch) in den Blog stellen. Ich hoffe, die Informationen könnten Ihnen nützlich sein.

Herzliche Grüße

Hongjun Cai

cai@hercules-book.de

Prüfungsupdate

Donnerstag, Juli 17th, 2008

Anspannung bis zur letzten Minute, grenzenlose Erleichterung als ich dann, irgendwann im Laufe des Abends, wirklich begriffen habe, dass es jetzt wirklich vorbei ist (ich glaube, das war als ich in den Eisbach im Englischen Garten gesprungen bin). Es ist vollbracht! Ich weiß nicht mehr wie, aber irgendwie habe ich diese Tortur überstanden.

Nach drei Tagen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und im Focus der kritischen Blicke bitte ich um entschuldigung, falls ich etwas egozentrisch wirke. Ohne die Unterstützung, die mir von allen Seiten zuteil wurde, hätte ich das niemals geschafft, so viel ist sicher. Jeder von euch darf sich hierbei angesprochen fühlen. Vielen Dank!

Ich bin der erste und der letzte, schon ein erhebendes Gefühl (飄飄然!).

Mal sehen, was jetzt kommt. Ende August fliege ich auf jeden Fall erst mal nach Taiwan. Übersetzen, ausruhen, den Mond über der Insel anschauen.

Lasst es euch gut gehen,
Grüße

johannes

Beitrag von Jörg Magenau

Dienstag, Juli 15th, 2008

Magenau - Tendenzen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Beitrag von Jörg Magenau zur deutschen Gegenwartsliteratur

Dienstag, Juli 15th, 2008

Hr. Magenau war so freundlich, uns ein Manuskript des Vortrags zu schicken, den er in Edenkoben gehalten hat. Er bat allerdings darum, diesen nur für private Zwecke zu verwenden, da es sich nicht um eine “druckreife” Fassung handele.

Sonntag

Montag, Juli 14th, 2008

Sonntag war der krönende Abschluss. Am Vormittag Lesung von Uwe Timm. Diskussion mit dem Publikum und den chinesischen Übersetzern. Das Publikum war zahlreich. Über 100 Gäste, schätze ich. Es war ein ganz besonderes Erlebnis, Uwe Timms Auftritt mit seinem Text zu erleben. Den Text hatten sich ja vor allem die chinesischen Übersetzer in den Tagen davor zu “ihrem” Text gemacht. Uwe Timm zeigte sich sehr erfreut, dass die Chinesen viele Fragen stellten. Professor Huang hatte schon auf der Anreise in Frankfurt die Piloten seiner Maschine zu dem Wort “Luftwaffendolch” befragt und war deshalb der Grenzpolizei verdächtig erschienen. Nach der Lesung des Autors las Frau Wang Binbin eine Seite aus der gemeinsam erarbeiteten Übersetzung. Uwe Timm erzählte von seinen Lesereisen und Auftritten in Taipei, Shanghai und anderen Städten. Das chinesische Publikum sei sehr lebhaft gewesen, berichtete der Autor, besonders im Vergleich zu den disziplinierten und zurückhaltenden Zuhörern in Japan. Die Bücher von Uwe Timm wurden zuerst in Taiwan übersetzt und publiziert, später auch auf dem Festland. Die Übersetzung erfolgte allerdings zumindest bei “Die Entdeckung der Currywurst” aus dem Englischen. Damit wurden versoffene Penner an einer Stelle auch in chinesischen Schriftzeichen zu betrunkenen Pennälern.

An diesem Abschlusstag ging es in der öffentlichen Diskussion ein weiteres Mal um Grundsatzfragen. Ortega y Gasset wurde mehrfach zitiert, wie auch schon von Herrn Kautz in seinem Vortrag. Die Forderung, dass eine Übersetzung “bis an die Grenzen des Verstehens” gehen solle, wurde von Herrn Kautz und von den anderen Übersetzern allgemein zurückgewiesen. Auch Uwe Timm meinte, er erwarte sich von einer Übersetzung vor allem einen guten Text. Zusatzinformationen, die in akademischen Publikationen oft mit Fußnoten geliefert werden, sollten in Übersetzungen von zeitgenössischen Romanen lieber in den Text eingearbeitet werden, das hatte Herr Kautz wiederholt betont. Uwe Timm wurde auch gefragt, ob er eine durch “die Globalisierung” verursachte Zunahme von Übersetzungen und Kontakten zwischen Deutschland und weit entfernten Ländern in anderen Kontinenten bemerkt habe. Der Autor meinte, das Interesse an Afrika und Lateinamerika habe eher abgenommen. Solidarität als Grund für die Beschäftigung mit verschiedenen Kulturen sei in den letzten 20 Jahren von Geschäftsinteressen abgelöst worden. Andererseits war es Uwe Timm deutlich anzumerken, dass es ihm Freude machte, sich mit seinen chinesischen Lesern und Übersetzern auszutauschen, egal woher das verstärkte Interesse an China in Deutschland, oder an Deutschland und anderen europäischen Ländern in China rühren mag. Die Diskutanten auf dem Podium waren neben dem Autor und den Werkstattleitern Frau Feng Yalin und Herrn Kautz Frau Tang Wei aus Taiwan und die zuvor genannten Übersetzer Herr Huang von der Peking-Universität und Frau Wang, die die Übersetzung las. Frau Tang beeindruckte durch ihre emotionale Begründung ihres Engagements für Übersetzung und Kulturaustausch. Sie hatte in Taiwan u.a. eine erfolgreiche Inszenierung des Kleist-Stückes “Das Käthchen von Heilbronn” organisiert.

Bei der Lesung wurde deutlich, dass ein autobiographischer Text wie “Am Beispiel meines Bruders” noch um einiges stärker wirkt als viele Romane. Gerade bei der Aufarbeitung von traumatischer Zeitgeschichte sind autobiographische Texte immer wieder von zentraler Bedeutung, was man in China in den 90er Jahren u.a. am Erfolg von Hong Yings Autobiographie sehen kann, die in Deutschland unter dem Titel “Tochter des großen Stroms” vorliegt.

Das Mittagessen war ein weiterer kulinarischer Höhepunkt dieser herrlichen Woche. Es gab lokale Spezialitäten. Viele saßen im Freien im Garten, wo einige Tage zuvor auch die Weinprobe stattgefunden hatte.

Am Nachmittag erstiegen wir unter kundiger Anleitung die beiden Hügel, die sich in der Nähe aus den Weinbergen erheben. Der eine Hügel beherbergt das sogenannte Friedensdenkmal, im wesentlichen ein Triumphbogen für den Sieg im Krieg gegen Frankreich von 1870 und die damit verbundene Reichseinigung.
Das kleine Bismarckdenkmal, an dem man beim Aufstieg vorher vorbeikommt, ist nicht mehr als solches zu erkennen: Das Bild des Reichskanzlers hat vor kurzem jemand aus dem Stein entfernt. Der zweite Hügel trägt die “Villa Ludwigshöhe” und erinnert damit an die Zeit, als Bayern zur Pfalz gehörte. Wir nahmen den Sessellift bis hinauf zur Burg, von der man einen ganz weiten Blick hat. Mannheim, Karlsruhe und der Schwarzwald sind allerdings auch schon aus dem Garten des Künstlerhauses zu erahnen. Die Jause in luftiger Höhe war eine der letzten geselligen Stationen in dieser viel zu kurzen Woche. Dabei erwies sich: Auch in Deutschland kann man sich Tee noch mal aufgießen lassen.

Die Käseplatte vom Abendessen im Künstlerhaus war eine beiläufige Vorstellung von Köstlichkeiten, die man in China auch heute kaum findet. Viele Übersetzer sind solchen lokalen Spezialitäten gegenüber besonders aufgeschlossen. Nach dem Abendessen gab es nur noch Abschied. Johannes Fiederling hat es treffend gesagt: Rührung. Danke.

Volker Lehmacher und Maren Jäger erstellten und verteilten CD-ROMs mit Fotos. 

Gedichte aus den Tagen in Edenkoben gibt es auf meinem Blog: http://blogs.yahoo.co.jp/dujuan99nihon

Martin Winter

Weinprobe

Sonntag, Juli 13th, 2008

120.jpg

因文而友,因友而会,因会而仁,因仁而文

Samstag, Juli 12th, 2008

jedes Mal, wenn ich zu solcher Veranstaltung komme, bin ich sehr froh. Alte Freunde wiedertreffen, neue Freunde kennenlernen, gute und schlechte Erfahrungen mit Kollegen austauschen, plaudern, Wein trinken, alle lachen so laut, … die Zeit ist immer zu kurz.

Auf der Heimfahrt fühlte ich ein bisschen einsam und möchte auf dieser Weise zurückmelden.

Die Diskussion ‘Round table’ zum Thema „Deutsche Literatur in China, chinesische Literatur in Deutschland“ hat uns die Unausgeglichenheit beim Literatur-Austausch zwischen China und Deutschland ganz klar vor Augen geführt: fast wie eine Einbahnstraße von Deutschland nach China. Leider haben wir nicht diskutiert, ob wir als „Straßenbauer“ diese Einbahnstraße zu einer breiteren Straße mit Gegenverkehr umbauen können und zwar wie.

Ein bisschen tröstlich: einige junge deutsche Kollegen sind mutig und auch schon bereit, GONGFU-Romane aus China zu übersetzen. Immerhin brauchen die Leser nicht nur „YANG-CHUN-BAI-XUE“ (Hohe Literatur), sondern auch „XIA-LI-BA-REN“ (Unterhaltung).

Als bezahlter Referent fühle ich mich ein bisschen beunruhigt, weil ich kaum zum vorbereiteten Thema “Probleme des Buch-Austauschs zwischen China und Deutschland. Wie können die Übersetzer dabei helfen?“ zu Wort kommen konnte. Daran schuldig könnte „Fußnote“ sein.

Wahrscheinlich doch lieber nicht zu diesem Thema, denn für China ist in der Tat die Bilanz beim Buch-Austausch zwischen China und Deutschland sowie noch schlechter als Literatur-Austausch. Wer in Deutschland kennt einen chinesischen Sachbuchautor oder einen chinesischen Kinderbuchautor? Im Gegenteil stehen einige deutsche Sachbuchautoren und Kinderbuchautoren monatelang auf der Bestsellerliste in China und haben Millionen-Auflagen, was die deutschen Autoren der hohen Literatur sicher nur voll Neid ansehen könnten.

Eigentlich erwarte ich einige gute Vorschläge von den Kollegen, wie wir zusammen viele Probleme beim Buch-Austausch zwischen China und Deutschland lösen können. Immerhin bin ich einigermaßen schuldig an dieser „Einbahnstraße“, die ich mit viel Mühe mitgebaut habe. Naja, wahrscheinlich nächstes Mal …

Lassen wir uns schon auf unser nächstes Wiedertreffen freuen.

Nochmals vielen Dank an Bosch-Stiftung, vielen Dank an Künstlerhaus Edenkoben

Liebe Grüße an alle Teilnehmer

Hongjun Cai

cai@hercules-book.de

Eine Bitte an deutsche Kollegen: Könnte jemand diesen chinesischen Satz von oben ins schöne Deutsche übersetzen? Vielen Dank im voraus.

Info: Mailinglisten

Samstag, Juli 12th, 2008

In den letzten Tagen haben wir oft über die Möglichkeit gesprochen, nach dem Treffen noch in Kontakt zu bleiben.

Rein geografisch wird es schwer sein, sich häufiger zu treffen, daher sollten wir versuchen, über elektronische Mittel in Kontakt zu bleiben.

Damit wir nicht das Rad neu erfinden biete ich hier einen kurzen Überblick über die beliebtesten Mailinglisten für Übersetzer:

  • u-forum: U-Forum steht für Übersetzer-Forum. Hier tauschen sich (Fach-)übersetzer über alles aus, was direkt mit Übersetzen zu tun hat. (http://www.tw-h.de/mailinglisten/)
  • u-jobs: U-Jobs ist eine Mailingliste speziell für die Vermittlung von Übersetzungsaufträgen. Hier werden ausschließlich Übersetzungsaufträge an alle Empfänger verschickt, in der Regel Fachübersetzungen. (http://www.tw-h.de/mailinglisten/)
  • u-litfor: Litfor ist die kleine Schwester von U-Forum. Hier wird über alles diskutiert, was Bezug zu Literaturübersetzen hat. (http://www.tw-h.de/mailinglisten/)
  • pt_: PT steht für Partnertrans und ist eine Mailingliste mit dem gleichen Ziel und Inhalt wie u-forum. Der Unterschied liegt im Ton: U-Forum ist sehr streng, dadurch effizient, aber etwas kalt und unfreundlich. In pt ist der Ton freundlicher, dafür muss man aber auch mal Anfragen akzeptieren können, die nicht direkt mit Übersetzen zu schaffen haben. (http://tech.groups.yahoo.com/group/pt_/)
  • zh-de: Zh-De ist eine kleine und bisher noch unbedeutende Liste, speziell für Übersetzer, die Chinesisch-Deutsch oder Deutsch-Chinesisch übersetzen. Bisher sind fast ausschließlich Fachübersetzer vertreten. (http://de.groups.yahoo.com/group/zh-de/)

Volker Lehmacher (陶淵), Edenkoben, 12.07.08